Veranstaltungen
Seit der Fertigstellung des Mehrzweckraumes im Anbau der Schule (Juli 1999) werden regelmäßig zeitgenössische Autoren eingeladen, die aus ihren Werken lesen. Außerdem gibt es Lesungen und szenische Darbietungen von bekannten Werken deutscher und ausländischer Autoren.
Folgende Veranstaltungen wurden bisher durchgeführt:
Im Schuljahr 2008/2009
Autor und Rezitator Gerd Berghofer zu Gast am BSG
Literarische Soiree zu Franz Kafka als Facharbeit
Im Schuljahr 2007/2008
Anke Siefken spielt "Der Narr des Königs"
Josef Einwanger stellt den 6. Klassen sein Kinderbuch "Toni Goldwascher" vor
Im Schuljahr 2006/2007
Märchenerzählerin Susanne Danner in zwei 5.Klassen: Märchen sind wie Reisen zu den Sternen
Dichterlesung zu Borchert in der 10. Klasse von Gerd Berghofer
Im Schuljahr 2002/2003
Das Theater on tour gastiert mit Hesses "Steppenwolf" im BSG
Im Schuljahr 2001/2002
Im Schuljahr 2000/2001
Die Autorin Tanja Kinkel liest vor Kollegiaten der 12. Jahrgangsstufe aus ihrem neuen Roman "Unter dem Zwillingsstern".
Das S'ensemble Theater Augsburg gastiert vor Schülern der 8. Jahrgangsstufe mit einer von Cellospiel umrahmten Lesung spiritistischer Kurzgeschichten von Anton Tschechow und "Gruselatmosphäre" herrscht in dem abgedunkelten, mit roten Grablichtern geschmückten Mehrzweckraum.
Das S'ensemble Theater Augsburg bietet unter dem Titel "Der Sturm ist los" expressionistische Lyrik im Sprechgesang für die Kollegiaten der 13. Jahr- gangsstufe.
Rebellion im Mehrzweckraum

Die Nacht der Schrecken
Eine Tschechow-Lesung für die 8.Klassen:
"Dunkle, undurchdringliche Finsternis lagerte über der Erde, als ich in der Weihnachtsnacht des Jahres 1883 von einem jetzt verstorbenen Freunde zurückkehrte, in dessen Wohnung wir uns bei einer spiritistischen Séance verspätet hatten..."
Was der Ich-Erzähler in der Geschichte "Die Nacht der Schrecken" anschließend empfindet, als er sein Zimmer betritt und bei einer Streichholzflamme ganz deutlich einen Sarg in der Mitte des Raumes entdeckt, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe am 15.12.2000, als sie in dem abgedunkelten und mit roten Grablichtern ausgeschmückten Mehrzweckraum einer Lesung spiritistischer Kurzgeschichten von Anton Tschechow folgten.
Zu Gast war einmal wieder das s'ensemble-Theater Augsburg. Alexander Algermissen und der Cellist Dominik Uhrmacher gestalteten eindringlich die atmosphärisch dichten Tschechow-Texte, so dass die unheimliche Stimmung von stockdunklen russischen Winternächten, blauen Streichholzflämmchen, weißlackierten Särgen mit goldenen Borten und herzzerreißenden Schreien mühelos in unseren ansonsten so lichten Mehrzweckraum Einzug hielt.
Gaby Eglhofer

Der Sturm ist da -
expressionistische Lyrik im Sprechgesang
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"Der Sturm ist da, die wilden, Meere hupfen An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken. Die meisten Menschen haben einen Schnupfen. Die Eisenbahnen fallen von den Brücken." (aus: " Weltende " von Jakob van Hoddis) |
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Die alte Welt ist am Zerbrechen, sie wird zerstört und etwas Neues bricht an. Ein neues Zeitalter hält seinen Einzug.
Dieses Weltbild, das sich elementar auf das Lebensgefühl des Einzelnen auswirkt, fand in der literarischen Strömung des Expressionismus seinen Niederschlag. Vor allem die Lyriker drückten dies durch ihre von Dynamik, Leidenschaftlichkeit, Pathos und bizarrer Bildlichkeit gekennzeichnete Sprache deutlich aus.
Zehn Gedichte dieser für das 20. Jahrhundert sehr wichtigen literarischen Strömung wurden den Kollegiaten der 13. Jahrgangsstufe am 16.02.2001 im Mehrzweckraum des BSG vorgetragen. Zu Besuch waren sechs Mitglieder des "s'ensemble-Theaters Augsburg", die auf eindrucksvolle Weise versuchten, ihren Zuhörern die expressionistische Lyrik durch Sprechgesang näher zu bringen. Sie hatten die Gedichte aus der von Kurt Pinthus herausgegebenen Anthologie "Menschheitsdämmerung" ausgewählt, die die wichtigsten lyrischen Produkte der expressionistischen Epoche beinhaltet.
Namhafte Autoren waren beispielsweise Gottfried Benn, Alfred Lichtenstein, Georg Heym und August Stramm, deren Werke zum Teil bereits in den einzelnen Kursen besprochen worden waren.
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Die ganz in schwarz gekleideten und teilweise weiß geschminkten Künstler sangen und sprachen die Gedichte, wobei sie mit den Texten regelrecht spielten und durch Betonung ihre Akzente setzten. Oft wiederholte jeder Künstler jeweils einen Vers oder einige Worte aus einem Gedicht, was, da sie dies alle gleichzeitig taten, zunächst ein wirres Durcheinander ergab.
Dieses löste sich jedoch entweder nach und nach auf oder wurde plötzlich abgebrochen. Durch Veränderungen in der Lautstärke, durch Wechsel der Stimmlagen, durch unterschiedliche Sprechgeschwindigkeiten und durch die verschiedenen Klangfarben der Stimmen gelang es den Darbietenden, die Aufmerksamkeit ihres Publikums aufrecht zu erhalten. Faszinierend war es, dass die gleiche Stimme, die denselben Satz spricht, einmal bedrohlich, einmal erotisch, einmal abfällig und einmal verängstigt klingen konnte. Verstärkt wurde dieser Effekt auch durch den Einsatz von Mimik und durch stimmliche Mittel wie z. B. Wispern, Zischen und
Heulen, während die Gestik eher im Hintergrund blieb.
Wir bedanken uns herzlich bei den Mitgliedern des "s'ensemble-Theaters Augsburg" für ihre Darbietung, deren Impulsivität und Einsatz deutlich zu spüren waren.
Diese Veranstaltung wurde durch einen Zuschuss des Fördervereins des BSG ermöglicht.
Martina Schilling
Leistungskurs Deutsch

Rebellion im Mehrzweckraum
Am Montag, den 18. März und am Mittwoch, den 20. März
2002 führte das Junge Forum aus Ulm für die 8. Klassen die Novelle
»Michael Kohlhaas« von Heinrich von Kleist als Einpersonenstück
in unserem Mehrzweckraum auf.
Das von dem italienischen Kinder- und Jugendtheatermacher
Marco Baliani und dem Autor Remo Rostagno für die Bühne adaptierte
Erzähltheaterstück über den brandenburgischen Pferdehändler,
dessen Recht im frühneuzeitlichen Absolutismus mit Füßen
getreten wird und der deshalb auf grausame Weise Selbstjustiz übt, sollte
in der Inszenierung des Jungen Forums Begriffe wie Recht und Gerechtigkeit,
Gewalt und Gegenwalt thematisieren. In bewundernswerter Wandlunsfähigkeit
stellte dabei Stefan Rihl die unterschiedlichsten Perso-nen dar und brachte
die Wut von Kohlhaas genauso souverän zum Ausdruck wie die schmierige
Willkür des Burgherrn von Tronka oder die blutrünstige Mordgier
der marodierenden Haufen. Auch von den Schülern erntete der Schauspieler
dafür großes Lob, die sehr aufmerk-sam und konzentriert der knapp
einstündigen Handlung folgten und im Anschluss auch noch die Möglichkeit
hatten, Fragen an den Akteur oder die Theaterpädagogin zu stellen, was
dankbar angenommen wurde. Rihls Wunsch, das Stück möge »ein
Gespür dafür wecken, nicht immer pauschal in Recht und Unrecht
einzuteilen, sondern sich über die Hintergründe Gedanken zu machen«,
dürfte nach dieser gelungenen Darbietung sicher bei vielen Schülern
ein Stück weit verwirklicht worden sein.

Max, you are a monster
Unter diesem Titel versucht das S’ensemble Theater Augsburg am 15. März 2002 den Schülerinnen und Schülern der 11. Jahrgangsstufe den Autor Max Frisch näher zu bringen. Es werden recht anspruchsvolle 60 Minuten, in denen ein Schauspieler Ausschnitte aus den Romanen „Stiller“ und „Mein Name sei Gantenbein“ sowie aus Frischs Tagebüchern präsentiert. Während Frischs Rede zur Verleihung des Friedenspreises doch auf geteiltes Interesse stößt, lauschen die Schüler und Schülerinnen vor allem in der zweiten Hälfte des Vortrages gebannt seinen Geschichten und Geschichtchen

Das Theater on tour gastiert mit Hesses "Steppenwolf" im BSG
"Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust" - ein Ausspruch von Goethes Faust, der wohl auf viele von uns zutrifft. Aber nur selten nimmt diese Spaltung der Psyche ein solches Ausmaß an wie bei Harry Haller, dem Helden in Hermann Hesses Roman "Der Steppenwolf". Seine zwei Seelen leben nicht friedlich nebeneinander her, nein, die eine hasst und verhöhnt die andere, sobald der jeweilige Gegenspieler am Zug ist.
Der Aufgabe, diese relativ schwer zu verstehenden Gedanken Hesses Schülern nahe zu bringen, stellte sich das Brokalhaus München. Der Schauspieler H.W. Mueller und eine Dame am Regiepult zeigten am 17.12.02 ihre Bearbeitung des Stoffs den Schülern der K13 und dem Leistungskurs der K12 in Gestalt eines Ein-Personen-Stücks. Um trotz dessen Komplexität ein junges Publikum nicht abzuschrecken, beschränkte sich das Theater auf das Wesentliche, das es mit Hilfe bühnentechnischer Mittel wie Lichteffekte oder Musikbegleitung und anderer Medien wie Diaprojektionen unter Einsatz eines Laptops anschaulich präsentierte. Die Grundstimmung des Buchs, also die Einsamkeit und Unzufriedenheit Harrys, sowie seine innere Zerrissenheit wusste Mueller, vor allem durch geschickt gewählte Ausschnitte aus dem "Tractat vom Steppenwolf", einer Art wissenschaftlichen Abhandlung über Harrys Psyche, gut zu vermitteln. Allerdings waren hier die eingesetzten Mittel teilweise recht grob und vereinfachten die Romanfigur. Außerdem wurde die im Buch bedeutsame Beziehung zu Hermine, die Harrys Leben von Grund auf verändert, im Stück nur oberflächlich dargestellt und auch der eigentlich bedeutsame Schluss im "Magischen Theater" ließe sich besser umsetzen als hier geschehen. Die Figuren Pablo und Hermine (gespielt von den Schülern Sebastian Hitzler und Regina Breitruck ) saßen in getrennten Kabinen, als gehörten sie nicht wirklich dazu, und redeten auf Harry Haller ein, während gleichzeitig ein Wolfskopf hinter einer Glaswand erschien. Der Sinn des Ganzen erschloss sich - wenn überhaupt - nur bei entsprechenden Vorkenntnissen. Dass Harry Haller am Schluss wegen seines Rückfalls in die Bürgerlichkeit - er begeht aus Eifersucht einen "virtuellen" Mord an Hermine - von dem "Unsterblichen" Mozart (hier identisch mit Pablo) zur Strafe ausgelacht wird, wurde nicht deutlich.
Insgesamt gesehen war die Aufführung ein interessantes Experiment, das aber nicht in allen Teilen als geglückt anzusehen ist.
Text: Florian Rietzler, LK Deutsch 12 Redaktion: J.Gasteiger

Märchen sind wie Reisen zu den Sternen
Unter diesem Motto hatten zwei unserer fünften Klassen die Märchenerzählerin Susanne Danner aus dem württembergischen Orsenhausen zu Gast. Mit ein paar wenigen Handgriffen verwandelte sie den Mehrzweckraum in eine Märchenstube. Der nüchterne Stuhl, verhängt mit glänzendem roten Tuch, wurde zum Thron für die Märchenerzählerin, auf dem sie in den Pausen zwischen den Märchen auf ihrer Harfe spielte, ein Holzgestell hinter ihr, dekoriert mit blauem und rotem Tuch – und schon stand sie wie in einem Bilderrahmen…

„Die kann das ja alles auswendig…“, flüsterte mir gleich ein Schüler zu, als die Reise zu den Sternen, natürlich mit den „Sterntalern“, begann. Und wirklich, Susanne Danner stellt sich vor die Kinder und erzählt in ihrer charmanten, leisen und gleichzeitig Aufmerksamkeit heischenden Art Märchen, bekannte und weniger bekannte, nachdenklich stimmende und lustige und die Kinder folgen ihr gespannt… Freudiger Stolz kommt auf, wenn sie das im Unterricht Erlernte auf der Bühne wieder erkennen. Dauernd wendet sich einer zu mir um: „Die magische Dreizahl!“… „Der sprechende Drache!“ … „Drei Prüfungen!“ … Man leidet mit dem „Eselein“ mit, in dem in Wirklichkeit ein wunderschöner Königssohn steckt, und dessen Gemütszustand (traurig = Hängeohren, fröhlich = aufgestellte Ohren) Frau Danner mit kleinen Gesten andeutet… und man lacht über die dummen Räuber, die entsetzt davonlaufen und ihr Gold unter dem Baum zurücklassen, weil sie feststellen, dass nicht nur Gutes von oben kommt… Als Susanne Danner zum Abschluss vor sich hin überlegt, welches Stück sie noch auf ihrer Harfe spielen soll, rufen einige Schüler aus der ersten Reihe: „Oh bitte, lieber noch ein Märchen!“ Und so schließt sich der Kreis am Ende, denn was mit den „Sterntalern“ begann, endet mit der Geschichte von dem pfiffigen Indianerjungen, die erklärt, wie das Sternbild des Großen Bären an den Himmel kommt…
Und schon haben wir die Zeit gar überzogen und während es zur Pause läutet, schart sich ein kleines Grüppchen Märchenbegeisterter um Susanne Danner und löchert sie mit Fragen: Wie wird man denn Märchenerzählerin? Kann man davon leben? Erzählen Sie auch Märchen für Erwachsene? Wie lernen Sie denn das alles auswendig?
Nein, davon leben kann man nicht, antwortet Frau Danner, aber wenn man es einmal begonnen hat, kann man auch nicht mehr damit aufhören, denn was gibt es schließlich Schöneres, als mit Kindern zu den Sternen zu reisen… Und so haben wir sie dann auch gleich für die restlichen drei fünften Klassen gebucht…
Kontakt:
Susanne Danner
Freiberufliche Märchenerzählerin
Landstraße 42
88477 Orsenhausen
Tel. 07353-982870
info@maerchenreise.de
www.maerchenreise.de

Vorlesewettbewerb 2006/07: Ein Bericht von Anton Huber
Am Anfang war in den Klassen niemand wirklich gewillt dazu, etwas vorzulesen.
Schließlich fanden sich dann doch noch ein paar Mutige. Ich darunter – erfolgreich, wie
sich herausstellen sollte. So bezwang ich den Klassenentscheid mit den Büchern
„Tintenherz“ und einem Band der „3 ???“ - allerdings als Zweiter... Wie sollte das denn
weitergehen? Zweite können doch nicht mehr gewinnen, oder??
Falsch gedacht! Mit dem Fantasybuch „Die Rebellin“ brachte ich es im Schulent- scheid der 6. Klassen auf den ersten Platz. Für alle Fantasyfans: Die Reihe von „Die Gilde der schwarzen Magier“, aus der dieses Buch stammt, ist sehr erfolgreich und ich kann sie nur empfehlen, da sie wirklich sehr lesenswert ist.
Mit gemischten Gefühlen ging es dann weiter: Für den Stadtentscheid gab´s wirk- lich viel zu üben! Bald darauf war ein gutes Buch gefunden, der große Tag konnte kommen! Mit „Tom Saywer“ unter dem Stuhl wartete ich auf meinen Auftritt in der Stadt- bücherei. Zwei Minuten, die Kür war geschafft. Auch den Fremdtext bestand ich mit Bravour. Jetzt kam die gespannt erwartete Entscheidung: Mein Name fiel als letzter, das bedeutete – Sieger! Das dritte mal.
Ich finde diesen Wettbewerb einfach cool und ich freue mich wirklich sehr mitgemacht zu haben...





